Tuesday, 6. January 2009
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Wege zur Kapitalisierung

2.
Kapitalisierung durch Bankdarlehen

3.
Kapitalisierung durch Venture Capital

a) Kapitalisierung durch Aktienverkauf
Eine Corporation (die werthaltig gemacht worden ist) kann ihre Aktien, die einen mathematisch genau festgelegten Anteil an der Firma darstellen, als Sicherheit für Darlehen hinterlegen oder als Gegenwert für Investitionen verkaufen. (Im Vergleich hierzu kann eine Firma, wie z.B. eine GmbH, keine Aktien ausstellen und somit weder Kreditgebern noch Investoren eine Anspruchsberechtigung bieten, die konkret und trotzdem simpel ist.) Eine U.S. Corporation kann ihre Aktien an Investoren in der ganzen Welt verkaufen, wobei es allerdings bei Verkäufen innerhalb der USA gewisse Beschränkungen seitens der Securities & Exchange Commission (SEC - U.S. Börsenbehörde) gibt. Das bedeutet, dass man seine Aktien ohne Genehmigung an nicht mehr als 35 Investoren verkaufen darf.  Wenn man sich sein Kapital durch einen unbeschränkten öffentlichen Aktienverkauf in den USA beschaffen will, muss dieser Aktienverkauf von der SEC in Washington genehmigt werden. Allerdings ist dieser Vorgang nicht billig. Schon die reinen Anwalts- und Wirtschaftsprüferkosten für eine S-1 Börsengenehmigung für Kapitalisierungen von unter $7,5 Millionen sind rund $100.000 und liegen bedeutend höher beiKapitalisierungen von mehr als $7,5 Millionen. Hiermit können Sie gerne einen unserer mit der Materie vertrauten Anwälte und Wirtschaftsprüfer beauftragen (allerdings nicht mit dem Verkauf der Aktien). Die Aktien können nur von der Corporation selbst oder von Börsenmaklern, mit denen wir Sie in Verbindung setzen können, auf Provision verkauft werden. Obwohl die großen, bei allen Börsen zugelassenen Maklerfirmen in der Regel nicht an dem Aktienverkauf von Neu-Corporationen interessiert sind, es sei denn, es steckt viel Geld ($50-$100 Millionen) hinter der Corporation, oder die Corporation hat etwas sehr Interessantes, wie z.B. ein Patent auf ein Perpetuum Mobile, zu bieten, ist der Börsenzugang neuerdings seitens der U.S. Securities & Exchange Commission erleichtert worden. Seit dem 22. August 1997 kann nämlich eine Corporation, die mindestens seit einem Jahr besteht und u.a. einen Wert von $4 Millionen hat (man macht das indem man z.B. seine heimische GmbH auf die Corporation überträgt), bereits 300 Aktienhalter hat und mindestens $5 Millionen Kapital benötigt, bei der NASDAQ, eine der größten Börsen der Welt, eingetragen werden. Die Aktien der Corporation werden dann von U.S. Maklern auf Provision über ein Electronic-Bulletin-Board verkauft.
Falls die Corporation anfangs noch nicht ganz $4 Millionen wert ist, was z.B. bei Investment-Corporationen, also Corporationen die das Kapital ihrer Aktionäre gewinnbringend in diversen Projekten anlegen, anfangs meistens der Fall ist, kann sie dennoch ihre Aktien - nach SEC Genehmigungserteilung - selbst über die amerikanischen Finanzzeitungen dem Publikum anzubieten. Hierfür benötigt die Corporation ein Office mit Angestellten innerhalb der USA (oder Europa), um Prospekte ausschicken und Aktienkaufsbestellungen entgegennehmen zu können. Sobald die Corporation beweisen kann ihre erste Million Dollar in Aktien selbst verkauft zu haben, kann der Verkauf der restlichen Aktien über die NASDAQ in die Wege geleitet werden.
Ein derartiger Neu-Zugang an die Börse wurde voriges Jahr von über 500 U.S. Corporationen durchgeführt (hier nennt man das IPO - Initial Public Offering), wobei sich der Wert der Aktien dieser Corporationen im Durchschnitt sofort auf 169% erhöhte. Hätte Ihnen eine dieser Corporationen gehört, können Sie sich am folgenden Beispiel ausmalen, was Ihre Verdienstspanne gewesen sein würde:  Gesetzt der Fall, Sie hätten die ABC Corporation mit einer Genehmigung für die Erteilung von 10 Millionen Aktien á $10 gegründet und die Corporation an die NASDAQ Börse gebracht (und natürlich die hierfür erforderlichen Voraussetzungen erfüllt).   Von diesen Aktien hätten Sie sich selbst beispielsweise eine Million Aktien ausgestellt (da Ihnen die Corporation ursprünglich als Gründer gehört, hätte Sie das nichts gekostet), und neun weitere Millionen Aktien auf der Börse zum Verkauf angeboten.  Der Wert dieser Aktien wäre dann auf $26,90 pro Aktie gestiegen. Obwohl die hierfür eingehenden Gelder der Corporation gehört haben würden, würde Ihr persönlicher und beträchtlicher Gewinn dadurch erzielt worden sein, Ihre eigenen $10 Aktien plötzlich zu dem Kurswert von $26,90 verkauft haben zu können.  Somit hätten Sie in diesem Beispiel einen Gewinn von $16,9 Millionen erzielt.  Wie gesagt, 169% war ein Durchschnittsprozentsatz, d.h. manche haben natürlich nicht ganz so viel verdient, aber viele noch bedeutend mehr

Wir möchten allerdings betonen, dass - obwohl wir natürlich daran interessiert sind, Aufträge für die Bearbeitung von SEC Aktienverkaufsgenehmigungen in den USA zu erhalten - wir angesichts der hohen Kosten einer U.S. Börsengenehmigung  immer empfehlen zu allererst das Interesse der Investoren zu testen, indem man die Aktien in Europa über Anzeigen in den großen Zeitungen wie z.B. Frankfurter Allgemeine oder Die Welt, oder Finanzzeitungen wie z.B. International Wallstreet
Journal oder International Herald Tribune anbietet. Allerdings ist hierbei Sorge zu tragen nicht gegen die heimische  Gesetzgebung zu verstoßen. Z.B. muss man in Deutschland unter dem Wertpapier-Verkaufsprospektsgesetz in der Fassung vom 26. Juli 1994 (BGB I.S. 1749) gemäß Paragraphen 1, 8 und 9 ein Verkaufsprospekt anfertigen und davon ein  Exemplar beim Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel, Lurgiallee 12, D-60439 Frankfurt/Main, hinterlegen.

b) Kapitalisierung durch Bankdarlehen

Es gibt in den USA (ohne Filialen) insgesamt 24.437 Banken und Sparkassen mit einem Gesamtkapital von über 50.000 Billionen Dollar. Das sind fast doppelt soviele Banken wie in der ganzen restlichen Welt. Mit einer derartigen Konkurrenz zwischen Geldgebern, ist es
verständlich, dass das Kreditklima in den USA bedeutend günstiger als sonstwo in der Welt ist. Natürlich sind nicht alle dieser Banken für  internationale Vorhaben ansprechbar. Hierfür kommen in der Regel nur Banken mit internationalen Abteilungen in Frage. Da es aber mehr als
1000 U.S. Großbanken mit internationalen Abteilungen gibt, sind die Darlehensaussichten auch für Auslandsprojekte einer U.S. Corporation ausgezeichnet. Da sich aber U.S.Banken nicht an Unternehmen beteiligen dürfen, handelt es sich bei Kapitalisierungen durch U.S. Banken nicht
um eine Investition, sondern um die Erteilung von Darlehen, wofür die Corporation auch die entsprechenden Sicherheiten (Collateral) bieten  muss, welche in vielen Fällen nicht von neuen Corporationen erbracht werden können. (Hierbei wäre übrigens ganz dringlich, von den Diensten
gewisser Anbieter abzuraten, die unter anderem behaupten, Ihnen durch Aktien abgesicherte Kredite von U.S. Banken besorgen zu können. Ohne Sicherheiten geht das nicht, selbst wenn angeblich Rentenversicherungen oder ein Teil des Kapitals zur Selbsttilgung bei der Bank
hinterlegt werden sollen. Es handelt sich bei derartigen Angeboten um nichts als Betrug.) Wenn man allerdings die entsprechenden Sicherheiten  vorweisen kann (die Erforderungen hierfür sind bei allen Banken unterschiedlich), kann sich eine Corporation ohne weiteres von U.S. Banken
durch Darlehen kapitalisieren lassen.   Falls es an Sicherheiten mangelt, gibt es in den USA staatlich geförderte Darlehensprogramme durch die Import Export Bank of the United States
Sollten Sie in der Lage sein, mittels Ihrer U.S. Corporation Exporte in das Ausland zu tätigen (also beispielsweise auch nach Deutschland),  würde Ihnen die Import Export Bank of the United States Finanzierungen für den Kauf von Rohmaterialien oder auch Fertigprodukten oder die
Material- und Arbeitskosten für derer Herstellung garantieren können. Die Minimum Darlehenssumme ist $850.000 und man muss ein Jahr  erfolgreich im Geschäft gewesen sein.  Des Weiteren kann eine U.S. Corporation finanzielle Unterstützung durch die U.S. Small Business
Administration bekommen.  Hier kann die U.S. Corporation u.a. 90-prozentige Darlehen für Geschäftshäuser oder Agrarbesitz bekommen (es wären also nur 10% Eigenkapital erforderlich). Unsere Corporationsklienten versorgen wir auf Wunsch gerne mit Informationen, Anträgen und sonstigen Unterlagen dieser staatlich geförderten Kreditprogramme.
 

 
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