
Wege zur Kapitalisierung
2.
Kapitalisierung durch Bankdarlehen
3.
Kapitalisierung durch Venture Capital
a) Kapitalisierung durch Aktienverkauf
Eine Corporation (die werthaltig gemacht worden ist) kann ihre Aktien,
die einen mathematisch genau festgelegten Anteil an der Firma
darstellen, als Sicherheit für Darlehen hinterlegen oder als Gegenwert
für Investitionen verkaufen. (Im Vergleich hierzu kann eine Firma, wie
z.B. eine GmbH, keine Aktien ausstellen und somit weder Kreditgebern
noch Investoren eine Anspruchsberechtigung bieten, die konkret und
trotzdem simpel ist.) Eine U.S. Corporation kann ihre Aktien an
Investoren in der ganzen Welt verkaufen, wobei es allerdings bei
Verkäufen innerhalb der USA gewisse Beschränkungen seitens der
Securities & Exchange Commission (SEC - U.S. Börsenbehörde) gibt. Das
bedeutet, dass man seine Aktien ohne Genehmigung an nicht mehr als 35
Investoren verkaufen darf. Wenn man sich sein Kapital durch einen
unbeschränkten öffentlichen Aktienverkauf in den USA beschaffen will,
muss dieser Aktienverkauf von der SEC in Washington genehmigt werden.
Allerdings ist dieser Vorgang nicht billig. Schon die reinen Anwalts-
und Wirtschaftsprüferkosten für eine S-1 Börsengenehmigung für
Kapitalisierungen von unter $7,5 Millionen sind rund $100.000 und liegen
bedeutend höher beiKapitalisierungen von mehr als $7,5 Millionen.
Hiermit können Sie gerne einen unserer mit der Materie vertrauten
Anwälte und Wirtschaftsprüfer beauftragen (allerdings nicht mit dem
Verkauf der Aktien). Die Aktien können nur von der Corporation selbst
oder von Börsenmaklern, mit denen wir Sie in Verbindung setzen können,
auf Provision verkauft werden. Obwohl die großen, bei allen Börsen
zugelassenen Maklerfirmen in der Regel nicht an dem Aktienverkauf von
Neu-Corporationen interessiert sind, es sei denn, es steckt viel Geld
($50-$100 Millionen) hinter der Corporation, oder die Corporation hat
etwas sehr Interessantes, wie z.B. ein Patent auf ein Perpetuum Mobile,
zu bieten, ist der Börsenzugang neuerdings seitens der U.S. Securities &
Exchange Commission erleichtert worden. Seit dem 22. August 1997 kann
nämlich eine Corporation, die mindestens seit einem Jahr besteht und
u.a. einen Wert von $4 Millionen hat (man macht das indem man z.B. seine
heimische GmbH auf die Corporation überträgt), bereits 300 Aktienhalter
hat und mindestens $5 Millionen Kapital benötigt, bei der NASDAQ, eine
der größten Börsen der Welt, eingetragen werden. Die Aktien der
Corporation werden dann von U.S. Maklern auf Provision über ein
Electronic-Bulletin-Board verkauft.
Falls die Corporation anfangs noch nicht ganz $4 Millionen wert ist, was
z.B. bei Investment-Corporationen, also Corporationen die das Kapital
ihrer Aktionäre gewinnbringend in diversen Projekten anlegen, anfangs
meistens der Fall ist, kann sie dennoch ihre Aktien - nach SEC
Genehmigungserteilung - selbst über die amerikanischen Finanzzeitungen
dem Publikum anzubieten. Hierfür benötigt die Corporation ein Office mit
Angestellten innerhalb der USA (oder Europa), um Prospekte ausschicken
und Aktienkaufsbestellungen entgegennehmen zu können. Sobald die
Corporation beweisen kann ihre erste Million Dollar in Aktien selbst
verkauft zu haben, kann der Verkauf der restlichen Aktien über die
NASDAQ in die Wege geleitet werden.
Ein derartiger Neu-Zugang an die Börse wurde voriges Jahr von über 500
U.S. Corporationen durchgeführt (hier nennt man das IPO - Initial Public
Offering), wobei sich der Wert der Aktien dieser Corporationen im
Durchschnitt sofort auf 169% erhöhte. Hätte Ihnen eine dieser
Corporationen gehört, können Sie sich am folgenden Beispiel ausmalen,
was Ihre Verdienstspanne gewesen sein würde: Gesetzt der Fall, Sie
hätten die ABC Corporation mit einer Genehmigung für die Erteilung von
10 Millionen Aktien á $10 gegründet und die Corporation an die NASDAQ
Börse gebracht (und natürlich die hierfür erforderlichen Voraussetzungen
erfüllt). Von diesen Aktien hätten Sie sich selbst beispielsweise eine
Million Aktien ausgestellt (da Ihnen die Corporation ursprünglich als
Gründer gehört, hätte Sie das nichts gekostet), und neun weitere
Millionen Aktien auf der Börse zum Verkauf angeboten. Der Wert dieser
Aktien wäre dann auf $26,90 pro Aktie gestiegen. Obwohl die hierfür
eingehenden Gelder der Corporation gehört haben würden, würde Ihr
persönlicher und beträchtlicher Gewinn dadurch erzielt worden sein, Ihre
eigenen $10 Aktien plötzlich zu dem Kurswert von $26,90 verkauft haben
zu können. Somit hätten Sie in diesem Beispiel einen Gewinn von $16,9
Millionen erzielt. Wie gesagt, 169% war ein Durchschnittsprozentsatz,
d.h. manche haben natürlich nicht ganz so viel verdient, aber viele noch
bedeutend mehr
Wir möchten allerdings betonen, dass - obwohl wir natürlich daran
interessiert sind, Aufträge für die Bearbeitung von SEC
Aktienverkaufsgenehmigungen in den USA zu erhalten - wir angesichts der
hohen Kosten einer U.S. Börsengenehmigung immer empfehlen zu allererst
das Interesse der Investoren zu testen, indem man die Aktien in Europa
über Anzeigen in den großen Zeitungen wie z.B. Frankfurter Allgemeine
oder Die Welt, oder Finanzzeitungen wie z.B. International Wallstreet
Journal oder International Herald Tribune anbietet. Allerdings ist
hierbei Sorge zu tragen nicht gegen die heimische Gesetzgebung zu
verstoßen. Z.B. muss man in Deutschland unter dem
Wertpapier-Verkaufsprospektsgesetz in der Fassung vom 26. Juli 1994 (BGB
I.S. 1749) gemäß Paragraphen 1, 8 und 9 ein Verkaufsprospekt anfertigen
und davon ein Exemplar beim Bundesaufsichtsamt für den
Wertpapierhandel, Lurgiallee 12, D-60439 Frankfurt/Main, hinterlegen.
b) Kapitalisierung durch Bankdarlehen
Es gibt in den USA (ohne Filialen) insgesamt 24.437 Banken und
Sparkassen mit einem Gesamtkapital von über 50.000 Billionen Dollar. Das
sind fast doppelt soviele Banken wie in der ganzen restlichen Welt. Mit
einer derartigen Konkurrenz zwischen Geldgebern, ist es
verständlich, dass das Kreditklima in den USA bedeutend günstiger als
sonstwo in der Welt ist. Natürlich sind nicht alle dieser Banken für
internationale Vorhaben ansprechbar. Hierfür kommen in der Regel nur
Banken mit internationalen Abteilungen in Frage. Da es aber mehr als
1000 U.S. Großbanken mit internationalen Abteilungen gibt, sind die
Darlehensaussichten auch für Auslandsprojekte einer U.S. Corporation
ausgezeichnet. Da sich aber U.S.Banken nicht an Unternehmen beteiligen
dürfen, handelt es sich bei Kapitalisierungen durch U.S. Banken nicht
um eine Investition, sondern um die Erteilung von Darlehen, wofür die
Corporation auch die entsprechenden Sicherheiten (Collateral) bieten
muss, welche in vielen Fällen nicht von neuen Corporationen erbracht
werden können. (Hierbei wäre übrigens ganz dringlich, von den Diensten
gewisser Anbieter abzuraten, die unter anderem behaupten, Ihnen durch
Aktien abgesicherte Kredite von U.S. Banken besorgen zu können. Ohne
Sicherheiten geht das nicht, selbst wenn angeblich Rentenversicherungen
oder ein Teil des Kapitals zur Selbsttilgung bei der Bank
hinterlegt werden sollen. Es handelt sich bei derartigen Angeboten um
nichts als Betrug.) Wenn man allerdings die entsprechenden Sicherheiten
vorweisen kann (die Erforderungen hierfür sind bei allen Banken
unterschiedlich), kann sich eine Corporation ohne weiteres von U.S.
Banken
durch Darlehen kapitalisieren lassen. Falls es an Sicherheiten
mangelt, gibt es in den USA staatlich geförderte Darlehensprogramme
durch die Import Export Bank of the United States
Sollten Sie in der Lage sein, mittels Ihrer U.S. Corporation Exporte in
das Ausland zu tätigen (also beispielsweise auch nach Deutschland),
würde Ihnen die Import Export Bank of the United States Finanzierungen
für den Kauf von Rohmaterialien oder auch Fertigprodukten oder die
Material- und Arbeitskosten für derer Herstellung garantieren können.
Die Minimum Darlehenssumme ist $850.000 und man muss ein Jahr
erfolgreich im Geschäft gewesen sein. Des Weiteren kann eine U.S.
Corporation finanzielle Unterstützung durch die U.S. Small Business
Administration bekommen. Hier kann die U.S. Corporation u.a.
90-prozentige Darlehen für Geschäftshäuser oder Agrarbesitz bekommen (es
wären also nur 10% Eigenkapital erforderlich). Unsere
Corporationsklienten versorgen wir auf Wunsch gerne mit Informationen,
Anträgen und sonstigen Unterlagen dieser staatlich geförderten
Kreditprogramme.
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